Mittschnitt des digitalen Symposiums „Sexueller Kindesmissbrauch und pädosexuelle Netzwerke“ vom Dienstag, 1. Juni 2021

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Mittschnitt des digitalen Symposiums „Sexueller Kindesmissbrauch und pädosexuelle Netzwerke“ vom Dienstag, 1. Juni 2021


Am 1. Juni hat ein Symposium zum Thema „Sexueller Kindesmissbrauch und pädosexuelle Netzwerke“ stattgefunden, bei dem u. a. folgende Fragen erörtert wurden:


Welche Strukturen, Organisationsformen und Vernetzungen lassen sich identifizieren?
Welche Verantwortung tragen Organisationen der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe, wissenschaftliche Institutionen und Fachgesellschaften oder einzelne Personen?
Warum blieb das Leid der betroffenen Kinder- und Jugendlichen so lange unberücksichtigt und wie geht es den heute erwachsenen Betroffenen?


Ingo Fock vom Verein gegen-missbrauch nahm als Podiumsgast vor Ort an dieser Veranstaltung in Berlin teil und erinnerte im ersten Panel an die Situation der Kinder und Jugendlichen um den Berliner Bahnhof Zoo in den 1970er und 1980er Jahren. Damals sei es für Männer und Frauen aller Gesellschaftsschichten „schick“ gewesen, sich mit einem Kind oder Jugendlichen zu zeigen. In der Folge der 1968er Bewegung hätten sich auch Mitglieder der Grünen dafür eingesetzt, das Schutzalter für Sex mit Jugendlichen zu senken. Ein internationaler Schwulenreiseführer habe Gebrauchsanweisungen für sexuelle Anbahnungen gegeben.


Der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen habe vor den Augen der Polizei und der Jugendämter stattgefunden und hätte viel früher beendet werden können, so Fock. Wichtig für die Aufarbeitung seien nun Transparenz und Ehrlichkeit.


Es muss auch jede politische Partei in die Geschichte reinschauen. Aber es bringt nichts, wenn die Akteure von damals heute an kollektiver Amnesie leiden. Man kann ja Mist bauen, aber dann soll man einfach sagen, ‚Hab ich damals blöd gesehen‘, und wenn man mir überzeugend erklärt, dass man heute einen anderen Standpunkt hat, ist ja gut. Aber das was passiert, sind so Halbherzigkeiten.


Ingo Fock kritisierte, dass er aus datenschutzrechtlichen Gründen die Namen von Tätern heute nicht nennen dürfe. In seiner persönlichen Geschichte habe es keine Institution gegeben, die ihm zu Hilfe kam. Auch Anlaufstellen für Jungen, die von Kindesmissbrauch betroffen waren, gab es damals nicht. Heute setzt er sich dafür ein, dass Betroffene nicht nur als „Geschichtenerzähler“ in Wissenschaft und Medien auftauchen, sondern mit ihrem Erfahrungswissen in Aufarbeitung und Handlungsempfehlungen einbezogen werden. (Quelle: https://www.aufarbeitungskommission.de/service-presse/service/meldungen/digitales-symposium-sexueller-kindesmissbrauch-und-paedosexuelle-netzwerke/)


Der Mitschnitt des Symposiums ist jetzt online und über https://www.aufarbeitungskommission.de/mediathek/format/video/ abrufbar.


Presseartikel über das digitales Symposium „Sexueller Kindesmissbrauch und pädosexuelle Netzwerke“ vom Dienstag, 1. Juni 2021


https://neuesruhrwort.de/2021/06/01/studie-ueber-kindesmissbrauch-in-linksliberalen-gruppierungen/


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